Ereignisse


Wenn man auf seine "Alten Tage" beginnt den "Wissenschaftlichen Nachlass" zu sichten und zu ordnen, stößt man auf Überraschendes, auf Dinge und Unterlagen an die man sich nicht mehr erinnern konnte.
Zuallererst, für den eiligen Leser, mein Lebenslauf zum Nachlesen, sowie einige Fotos: Verleihung Ehrenring, und Bundesverdienstkreuz.


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Bei der Feier im Ratssaal des Heilnronner Rathauses, am 27. Juli 2022, ließ ich es mir nicht nehmen
den Festgästen eine Power-Point-Präsentation zu meiner Person, zu meinem bisherigen Leben, vorzutragen.
Wer möchte kann dies hier nachlesen.
Der eilige Internetnutzer kann hier vorab noch 3 Stationen von mir in Wort und Bild erleben, in denen meine Einstellung zur Windenergie,
aber auch zur allgemeinen Situation der Weltgesellschaft, zu ersehen ist.

Station 1: 2006
Durch die modernen Medien kann man einen früheren 'podcast' über mich erleben, sogar als Video.
Nach einem meiner vielen Vorträge, z.B. 2006 im Heilbronner Ratskeller, mit dem Thema:
"Wie sieht unsere Energieversorgung in der Zukunft aus?", am 28. Februar 2006,
hat mich das Landesfernsehen, das L-TV aus Ludwigsburg, interviewt.
Hier der Video-Podcast
Der geneigte Zuseher möge entscheiden was sich seit meinen damaligen Aussagen,
in den Jahren danach bis heute 2024, getan hat.
Station 2: 2020
Das Deutsche Technik-Museum in Berlin plant eine Ausstellung zur Windenergienutzung.
Aus diesem Grund hat man mich gebeten einen Podcast aufzunehem über meine Person und über die Geschichte der Windenergie aus meiner Sicht. Meine Position im Arbeitsleben in Sachen Windenergie in Forschung und Lehre am Institut für Flugzeugbau der Universität Stuttgart sollte darin ebenfalls beleuchtet werden.
Die Länge der Aufzeichnung beträgt rund 50 Minuten. Hier der Video-Podcast
Station 3: 2024
Und wenn jemand meine ganz aktuelle Geschichte, wie ich zur Windenergie kam, welche generelle Einstellung
ich zu den gesellschaftspolitischen Themen über die Nutzug der Regenerativen Energien
oder über die Jugend und die Bildungspolitik und auch zur aktuellen Weltpolitik habe,
dann kann er sich die Mühe machen den "Podcast" anzuhören, den ich auf Wunsch von Professor Dr.Po Wen Cheng,
Leiter des Stiftungslehrstuhls Windenergie(SWE) am Institut für Flugzeugbau(IFB) der Universität, im Gespräch mit ihm aufgenommen habe.


Bitte hier Klicken




Vorwort
Auf den nachfolgenden Seiten habe ich beschlossen viele Informationen aus meinen beruflichen Leben hier zum Nachlesen einzustellen.
Es sind Unterlagen die ich der Allgemeinheit zum Gebrauch zur Verfügung stelle.
Bei Verwendung bitte ich nur um
Qellenangabe: Wo, Wann und aus Was wurden verwendete Informationen entnommen
und desweiteren um Angabe des Namens: Heiner Dörner, Universität Stuttgart, für den Urheber der Information.

An anderer Stelle in meinem homepage-Auftritt, erwähne ich mein Buch mit dem Titel:
"Erinnerungen - Zeitgeschenke der Vergangenheit".
Für Interessenten zum Nachlesen auch hier ein pdf-File meines Buches (381 Seiten).
Der erste Kritiker meiner Buch-Memoiren war mein guter Bekannter aus der Fakultät, Professor Dr. Ernst Messerschmid, unser erster Wissenschafts-Astronaut. Seine mail kann man hier nachlesen.
Meine Antwort auf seine mail öffnet sich hier

Ab hier nun zum chronologischen Ablauf
einiger wichtiger Lebensstationen von mir.


1953
Nach dem Progymnasium in Brackenheim (Geburtsstadt des 1.Bundespräsidenten Theodor Heuss), wechselte ich für die letzten 3 Jahre, bis zum Abitur (März 1959),
in das Robert-Mayer-Gymnasium nach Heilbronn.
Im Progymnasium Brackenheim war eines meiner Lieblingsfächer die Erdkunde. Einige Seiten aus meinem damaligen Erdkundeheft.


1959
Nach bestandenem Abitur, ich war gerade 19 Jahre alt geworden, besprach ich mit meinem Vater meinen Studienwunsch an der Technischen Hochschule Stuttgart.
Ich wollte Flugzeugbau studieren.
Als erfahrener Diplomingenieur der Elektrotechnik meinte er nur lapidar: "Bub zuerst lernst du was "Gscheids".
Er selbst arbeitete damals in Bietigheim-Bissingen bei der Präzisions-Dichtungsfabrik PRÄDIFA.
Und so meldete er mich bei der gegenüberliegenden Firma G.F. Grotz, kurz entschlossen, als Mechanikerlehrling an.
Die Firma G.F.Grotz, damals ein Maschinenbau-Betrieb, fräste in dieser Zeit u.a. das Rumpfmittelteil des Starfighters F 104 aus einer hochwertigen Aluminiumlegierung.



Damals war für die Lehrlinge das Führen eines Berichtsheftes noch Pflicht. Für mich waren die wöchentlichen Berichte aber keine lästige Pflicht.
Die Ausarbeitungen machten mir sogar Spass.
Im Zuge der "Vereinfachung" in der heutigen "Azubi-Ausbildung" wurde das Führen eines solchen Berichtsheftes in allen Berufen später abgeschafft.
Meiner Meinung nach war das ein großen Fehlen für die Qualität jeder praktischen Ausbildung.



Damals war auch das Arbeiten am Samstag normal, zunächst noch bis 16 Uhr, dann nur noch bis 14 Uhr und kurz darauf nur noch jeden 2. Samstag.
In den letzten Monaten meiner 2 1/2-jährigen Ausbildung wurde dann die normale Samstagsarbeit von der Gewerkschaft ganz abgeschafft.
Wegen "Guter Führung und besten Ergebnissen", praktisch und theoretisch, wurde ich im Herbst 1961 zur Gesellenprüfung angemeldet.
Die praktische Prüfung fand im Frühjahr 1962 in Bietigheim bei den damaligen Deutschen Linoleumwerken (DLW) statt.
Nach bestandener Gesellenprüfung als Mechaniker wurde ich als Geselle/Facharbeiter noch bis Herst 1962 mit einem ersten eigenen Gehalt im Werkzeugbau beschäftigt.
Wegen meiner guten Leistungen in der Lehre schenkte mir die Firma zu Weihnachten ein Buch.
Es war das Werk "Stürmisches Leben" des bekannten deutschen Flugpioniers Ernst Heinkel.
Ganz besonders stolz bin ich über den persönlichen Namenszug, die Signatur von Erst Heinkel, auf der 1.Seite.




Im Wintersemester 1962/63 begann ich das Studium der Luftfahrttechnik an der TH Stuttgart.

1966
Damals im Luftfahrtstudium war das Halten eines sogenannten "Pflichtreferates", mit schriftlicher Ausarbeitung,
ein oblogatorischer Bestandteil des Studiums. Man konnte das Thema frei wählen.
Ich entschied mich für den einfachen Titel: "Titan", sprach also über den so wichtigns Werkstoff im Flugzeugbau.
Am 22.2.1966 fand die Präsentation vor einigen Zuhörern statt.
Hier zum Nachlesen.

1967
Im Dezember 1967 beendete ich mein Studium mit der Abgabe der Diplomarbeit. Mit der Diplomarbeit durfte man erst beginnen wenn alle Prüfungen bestanden waren.
Außerdem musste die Diplomarbeit in 6 Monaten angefertigt werden. Für mich war klar, dass ich die Arbeit am IFB machen würde. Hütter stellte mir eine Aufgabe mit dem Titel: "Entwurf eines Verkehrsflugzeuges für den europäischen Passagierverkehr".
Im 1. Teil der Diplomarbeit sollte das Passagieraufkommen in Europa aktuell und mit einer Prognose statistisch untersucht werden.
Hier
kann meine Diplomarbeit von 1967 nachgelesen werden.
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In meiner Studienzeit war man gehalten auf 3 verschiedenen Gebieten seine Arbeiten anzufertigen. Es waren vor der Diplomarbeit noch 2 Studienarbeiten zu erstellen.
Dies hatte ich vorher erfüllt, mit je einer Arbeit am Institut für Statik und Dynamik (ISD) und am Institut für Thermodynamik und Gasdynamik der Luft- und Raumfahrt (ITLR).
Studienarbeit 1: "Versuche über ein schräges Krafteinleitungsproblem", bei Professor John.H. Argyris.
Diese Arbeit fertigte ich zusammen mit meinem Studienkollegen Wolfgang Schall an.
Studienarbeit 2: "Paarung von Lithium und Fluor für ein hybrides Raketentriebwerk, bei Professor Fran Bosnjakovic.

1968
Während meines Studiums, nach der Ableistung der Vordiplomprüfungen, wurde ich HIWI, d.h. Wissenschaftliche Hilfskraft, und zwar am Institut für Flugzeugbau (IFB).
Es war nur logisch, dass ich mich, nach Erlangung des Diplom-Ingenieur-Grades, an diesem Institut für eine Stelle als "Wissenschaftlicher Mitarbeiter" bewarb.
Professor Hütter hatte ich nicht nur in vielen Vorlesungen erlebt, sondern ich wusste auch, dass er 1942 seine Dissertation zum Dr. Ing., als Dozent an der Ingenieurschule in Weimar, angefertigt hatte.
Sein Thema lautete:
"Beitrag zur Schaffung von Gestaltungsgrundlagen für die Windkraftwerke".
Die Arbeit zeigt das Datum 17. Mai 1942
Ein interessantes Detail möchte ich hier erwähnen. Hütter machte sich schon damals Gedanken über die Landschaftsveränderung bei einem großzügigen Ausbau von Windanlagen.


Hier
seine Ausführungen dazu am Ende des schriftlichen Teiles seiner Doktorarbeit.

Professor Hütter, als Leiter des Instituts fü Flzgzeugbau, stellte mich am 1.1.1968 als Wissenschaftlichen Mitarbeiter ein.
Für die Planstelle gab es zwei "gleichwertige" Bewerber.
Dass die Wahl auf mich fiel hatte wohl zwei Gründe. Zum Einen kannte er mich persönlich schon 2 Jahre lang als "HIWI" an seinem Institut,
also als wissenschaftliche Hilfskraft. Zum Anderen gab letzlich meine Facharbeiterausbildung als Mechaniker den letzten Ausschlag.
Dabei hatte er noch einen weiteren Grund für meine Wahl, ich sollte und durfte dann auch, schon ab dem Wintersemester 1968-1969, die Vorlesung "Darstellungstechnik im Flugzeubau I" übernehmen.
Der Imhalt war eine Vorlesung über das Technische Zeichnen.
Mit einem Overhead-Projektor wurden unvermaßte Zeichnungen von dreidimensionelen Teilen an die Wand projiziert. Mit einem Filzstift wurden dann die Teile von mir per Hand normgerecht vermaßt. Der Student konnte so sein Manuskript vervollständigen. Ich gab praktisch einen Schnellkurs im Technischen Zeichnen, mit den wichtigen Kapiteln: Projektion,Vermaßung und Passungs-Systeme. Hier ein Beispiel zur Vorlesung "Darstellungstechnik im Flugzeubau I" (Programmiertes Technischen Zeichnen).



Diese Vorlesung wurde mit "Darstellungstechnik im Flugzeugbau II, Straken", im Sommersemester von mir dann fortgesetzt.
Das Thema "Straken" behandelt ein Verfahren der Darstellenden Geometrie.
Die Aufgabe kurz erklärt: Man finde ein dreidimensionales Volumen von welchem an diskreten Stellen nur einige, festliegende Querschnitte vorgegeben sind. Das Volumen dazu soll möglichst harmonisch, stetig antlang einer Mittelachse verlaufen, ohne große Sprünge oder Unstetigkeiten in der Oberfläche.
In der Luftfahrt geht es dabei hauptsächlich um Flugzeugrümpfe, wobei das Straken auch im Schiffsbau (Schiffsrümpfe) und in der Automobilindustrie (Karosserie) im Design angewandt wird.
Straken und Design hängen dabei eng zusammen.
Hier ein Beispiel von einem Rumpfvorderteil eines Flugzeugs mit aufgesetzten Triebwerkseinläufen, also Unstetigkeiten am entsprechenden Rumpfquerschnitt.


Das beste Beispiel dazu ist der Rumpf des historischen 4-motorigen Propellerflugzeuges, der Lockheed Constellation L-1049, genannt auch liebevoll "Connie".


Das Bild zeigt beispielhaft den damaligen Vorlesungsaushang der Strak-Vorlesung am "Schwarzen Brett".


Meine ersten Vorlesungen fanden vor rund 20 Neuanfängern statt, nur männliche Hörer, im legendären Hörsaal H 60, im alten Backsteingebäude in der Innenstadt von Stuttgart, in der Keplerstraße 10.
1983
Als Wissenschaftler am Institut für Flugzeugbau, UNI Stuttgart, habe ich am 9.9.1983 an das damalige Bundesministerium für Forschung und Technologie BMFT in Bonn, einen Antrag gestellt: "Kombination Wasserelektrolyseanlage mit Windenergiekonverter".
Die Kernforschungsanlage Jülich entschied damals, im Auftrag für das Ministerium, über alle eingereichten Anträge auf dem Gebiet der Regenerativen Energien (nomen est omen?).
Die angesetzte Geldsumme für dieses Forschungsvorhaben, inklusiv Personalkosten, für das 3-Jahre-Vorhaben, betrug damals 1.146.484 DM.
Hier kann man das Projektpapier von damals nachlesen.



Am 13.01.1984 wurde der Antrag von Jülich abgelehnt.
Heute arbeitet ein solches Kombinations-System, Gewinnung von Wasserstoff mit Windenergieanlagen, im Ariane-Raketen-Zentrum Hardthausen/Lampoldshausen problemlos.
Bei mir stellte sich nach dem Auffinden dieser alten Unterlage eine Art "Genugtuende Traurigkeit" ein.
Ich war damals leider meiner Zeit ca.40 Jahre voraus.

1986
Bei meinen historischen Recherchen, damals, zu Luftfahrtvorlesungen an "meiner" Technischen Hochschule Stuttgart, stieß ich auf einen Professor Baumann, geboren in Heilbronn.
Dieser erhielt 1910/1911, durch eine Industrie-Stiftung in Höhe von 50 Tausend Goldmark, eine Professorenstelle an der damaligen Königlichen Technischen Hochschule in Stuttgart.
Damit war damals in Stuttgart die 1. Hochschule weltweit angesiedelt, an der junge Studierende luftfahrtterchnische Vorlesungen hören konnten.
Dies war Grund genug um 1986 das 75-jährige Jubiläum "Luftfahrttechnik" an der Technischen Hochschule zu feiern). Die Organisation wurde mir übertragen und die diesbezügliche Veranstaltung mit mehreren Fachvorträgen wurde ein Voller Erfolg

1992
In der Jahresbroschüre 1992 der Universität Stuttgart: "Wechselwirkungen", bat man mich einen Beitrag zur Windenergie zu schreiben.
Dem bin ich natürlich gerne gefolgt, da der Gedanke der Windenergienutzung wieder einmal, auch auf polizischer Ebene, eine Auffrischung benötigte.
Ich versah meinem Text mit der Überschrift: Windenergie - Praktische Nutzung contra akademische Theorie. Der Text hat heute, 2025, noch Gültigkeit.

2004
Im Dezember 2004 ging ich 4 Monate vor meinem 65. Geburtstag in Rente, besser gesagt in den "unruhigen" Ruhestand.
Im Dienst des Landes Baden-Württemberg musste man damals unweigerlich mit 65 Jahren seine Planstelle räumen.
Ich entschied mich aber schon mit Ablauf des Jahres 2004 zu gehen, da bis zu diesem Termin die Rente lebenslang konstant mit nur 19 % besteuert wurde. Ab 1.1.2005 erfolgte laut Gesetzeslage eine jährliche Steigerung der Besteuerung bis zum Wert von 50 % des Ertraganteils des Rentenbetrages.
Ich hatte zwar am Rentenanfang dadurch eine kleine Einbuße im der Rentenhöhe hinzunehmen, die 19 % bleiben aber bis zu meinem Lebensende konstant.
Nachdem ich nun schon 20 Jahre Rentenbezieher bin hat sich das längst bezahlt gemacht.
Ich blieb dem Institut nach dem Jahr 2004 aber weiterhin treu und engagierte mich im Vorlesungsbetrieb, und das bis heute, also nun seit über 55 Jahren, seit meiner 1. Vorlesung im Wintersemester 1968/1969.

2010
Nachdem 1986 das 75. Jubiläum "Luftfahrttechnik" an der Technischen Hochschule Stuttgart gefeiert wurde, war es 2010 selbstverständlich auch das 100-jährige Jubiläum zu begehen.
Professor Baumann begann ja seine Vorlesunghstätigkeit betreit 1910.
25 Jahre davor hatte ich die 75 Jahre-Feier organisiert und so wurde ich gebeten, auch das 100-jährige Jubiläum vorzubereiten.
Diese Aufgabe nahm ich gerne war, obwohl ich ja offiziell aus den Landesdiensten schon 2004 ausgeschieden war.
Meine sehr guten Verbindungen zum Institiut für Flugzeugbau bestanden jedoch weiterhin, auch durch meine aufrechtgehaltene Vorlesungstätigkeit.
Dieses weltweit einmalige Datum verlangte selbstverständlich nach einem besonderen Ort für die Feier, nach einer besonderen 'location' ,wie man heute sagt.
Die Stuttgarter Schleier-Halle wurde auserkoren und zusätzlich wurde ich gebeten den Festvortrag zu halten.
Ehre und Verpflichtung waren mir damals gleichwertig. Hier kann man meine damalige Präsentation abrufen.

2015
Goldene Ehrenmedaille für Heiner Dörner.
Anlässlich der Absolventenfeier 2015 für Diplomingenieure und Masterabschlüsse des Studiums der Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität Stuttgart, am Freitag, 17. Juli 2015, hat mir die Fakultät Luft- und Raumfahrttechnik und Geodäsie die "Goldene Ehrenmedaille" der Fakultät verliehen. Spektabilität, Dekan Professor Dr. Stephan Staudacher würdigte in persönlichen Worten meine jahrzehntelange Mitarbeit am Erscheinungsbild der Fakultät.
Ich bedankte mich herzlich für diese außergewöhnliche Ehrung und sagte: "Es war für mich eine Freude nun schon viele Jahre lang, am Erscheinungsbild "meiner Fakultät" mitzuarbeiten".
Hier ein Auszug aus der Laudatio über mich vom Dekan, Professor Staudacher:
Zitat:
Herr Dörner ist eine der Persönlichkeiten die für diese Fakultät steht wie keine Andere. Er hat die Fakultät von Innen heraus geprägt und von Innen heraus prägen ist immer ein schwerer Weg. Man könnte fast sagen, Herr Dörner ist so etwas wie das Gesicht der Fakultät. Er ist eine der Persönlichkeiten die den Absolventen im Gedächtnis bleiben. In der Darstellungstechnik hat er Generationen von Ingenieuren zum Erfolg geführt. Seine Windenergie-Vorlesungen begründen mit, unter anderem, seinen legendären Ruf.
Der Rat von Herrn Dörner ist in unserer Fakultät gewünscht und wird von der Fakultät gehört. Herr Heiner Dörner arbeitete von 1968 bis 2004 am Institut für Flugzeugbau in Forschung und Lehre. Über 10 000 angehende Diplomingenieure durchliefen seine Ausbildung im Fach "Darstellungstechnik und CAD". Im Hauptstudium übernahm Heiner Dörner 1980 die studentische Ausbildung im Wahlfach "Windenergie" von Professor Dr. Ulrich Hütter. Über 1000 Studenten legten bei ihm darüber eine schriftliche Prüfung ab. Auf den Gebieten "Nutzung Regenerativer Energien" und "Windenergie" betreute er mehr als 100 Studien- und Diplomarbeiten. Bis heute, auch wieder im WiSe 2015/16, hält Herr Dörner an der Universität Stuttgart die Vorlesung "Geschichte der Windenergienutzung" als Schlüsselqualifikationsfach für alle Studiengänge.
2004 war er Mitbegründer des Vereins der Freunde der Luft- und Raumfahrttechnik der Universität Stuttgart e.V. Seit diesem Jahr steht er dem Verein auch als Vorsitzender vor.
Sie Herr Dörner verdienen die Ehrenmedaille aus der Sicht der Fakultät in hervorragender Weise.
(Zitat Ende)
>


Rückblick auf meine akademische Vergangenheit - Vorlesungen - Präsentationen.
1968

Hier stelle ich nun einen Auszug aus meinen Vorlesungsmanuskripten ein.
Im 1. Semester des Studiums der Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität Stuttgart durfte ich auch die Vorlesung "Fertigungstechnik des Leichtbaus" halten,
auch erstmals im Wintersemester 1968/1969.
Der Zeit entsprechend, es waren die 70-er Jahre, war der Hauptinhalt der Vorlesung der "Metall-Flugzeugbau". Die heute moderne Faserverbundbauweise mit Glas- und Kohlefasern fand ja erst viele Jahre später Einzug in den Leichtbau von Flugzeugen.
Meine Mechanikerlehre war mir beim Aufbau der Vorlesung natürlich dabei sehr hilfreich.
Metall 1, Einleitung
Metall 2, Blechbearbeitung, Nieten, Klappen, Exkurs Faserverbund
Metall 3, Blechbearbeitung,Nieten, Rumpfstruktur, Fräsen
Metall 4, Fahrwerke, Gießen, Gußregeln, Schmieden
Metall 5,Strangpressen, Walzen, Kugelstrahlen, Drücken, Biegen
Metall 6, Drehen, Bohren, Reiben, Honen
Metall 7, Drehen Fräsen
Metall 8, Schleifen, Stoßen, Hobeln, Räumen, Erodieren, Chemisches Fräsen, Sägen
Metall 9, Flugzeug-Typen
Metall 10,Flugzeugsysteme


1972
Zu meiner Universitätstätigkeit konnte man an der UNI Stuttgart noch den Diplomingenieur der Luft- und Raumfahrttechnik erwerben.
Das Bachelor-und Mastersystem wurde ja erst nach 2000, auch in diesem anspruchsvollen Studiengang, eingeführt.
Das Studium zum Diplomingenieur umfasste damals 8 Pflichtsemester (Regelstudienzeit), wobei nach 4. Semestern das Vordiplom erworben werden konnte.
Danach erfolgte das 4-semestrige Hauptstudium mit dem Hauptdiplom, und der Diplomprüfung.
Anschließend wurde die Diplomarbeit angefertigte. Diese musste in 6 Monate angefertigt werden.
Insgesamt konnte man das Studium also bestenfalls erst nach 9 Semestern abschließen.
Während meiner Tätigkeit an der UNI lag der Durchschnitt um den Grad des Diplomingenieurs zu erreichen bei 12-13 Semestern.
Ab 1972, dem Jahr der 1. Energiekrise in Deutschland, wurde das Institut für Flugzeugbau auf dem Gebiet der Windenergie tätig,
Kein Wunder,war Professor Hütter, durch seine Zeit in Weimar und seine Doktorarbeit auf diesem Gebiet, ja ein Urgestein auf diesem Gebiet.
Aus diesem Grund betraute mich Hütter ab 1972 mit dem Aufbau einer neuen Vorlesung, genannt:
"Nutzung Regenerativer Energieträger".
In dieser Vorlesung wurden von mir alle Arten der Naturenergien und anderer Energiegebiete vorgetragen.
Folgende Kapitel wurden behandelt: Energetische Grundbegriffe, Weltbevölkerung, Ressourcen, saurer Regen SO2, CO2, Flächenversiegelung, Energiebilanz von Deutschland, Energiesparen, Wärmepunpe, Geothermische Energie, Solarenergie, Solarenergie im Weltall gesammelt (Mikrowellenstrahl), Windenergie, Meeresenergien, Gezeiten-Energie, Wellen-Energie, Meereswärme, Biomasse, Abfall-Energien, Sonderprojekte wie: Straße von Gibraltar mit Dammbauwerk, Gletschereis-Energie (Laufwasser-Anteil-Erhöhung), Golfstrom-Energie.
Diese Vorlesung hielt ich bis 2004 und rund 1000 Diplomanden haben darüber bei mir eine schriftliche Prüfung abgelegt, welche im Diplomzeugnis als Note aufgenommen wurde. Die Vorlesung wurde natürlich von mir jährlich auf den neuesten Stand gebracht.
Hier zum Ansehen, ein pdf-file des Vorlesungsmanuskriptes, mit Stand des Jahres 2000.

Für Studierende im Hauptstudiengang zum Diplomabschlussgrad konnte ich noch eine spezielle Wahlvorlesung anbieten.
Der Titel lautete: "Freifahrende Turbinen,Windenergie".
In dieser Vorlesung stellte ich die Hüttertheorie zur aerodynamischen Auslegung von Windanlagen vor, welche er erstmals in seiner Dissertation 1942 erarbeitet hatte.
Die Auslegung kann dabei mit Hilfe von 23 Gleichungen in einem Iterationsverfahren vorgenommen werden.
In seiner Theorie gibt es einen pauschalen Korrekturfaktor für die Strömungsänderung durch die endliche Flügel-Spannweite (Streckung) des Rotorblattes, d h. für die reale Umströmung der Flügelspitze gegenüber einem unendlich langen Flügel, wie bei Windkanalmessungen üblich, zur Vermeidung des Randwirbeleinflusses.
In dieser Theorie erweitere ich den pauschalen Leistungs-Abminderungsfaktor später auf individuelle Faktoren, d.h.angepasste Faktoren für jede Stützstelle der Strömungsberechnung am Rototblatt, von der Nabe bis zur Flügelblattspitze.
Diese meine erweiterte Methode führte zu noch genaueren Ergebnissen bei der Berechnung des Leistunsgfaktors Cp (power coefficient).
Generell wurde der Studierende in dieser Vorlesung also in die Lage versetzt, einen Windrotor für einen bestimmten gewünschten Betriebszustand (Drehzahl/Windgeschwindigkeit)auszulegen.
Bei einem ausgewählten, aerodynamischen Querschnittsprofil konnte der Blattbeitenverlauf und die Verwindung (Profilwinkel-Einstellung) an jeder gewählten Schnittstelle, von der Nabe bis zur Flügelspitze vom Rotorblatt, berechnet werden.
Ein Windrotor besitzt ja, je nach gewähltem Betriebspunkt, eine eigene Kennlinie, ähnlich einer Kennlinie eines Verbrennungsmotors. Den besten Leistungspunkt, d.h.den besten Leistungsbeiwert, errechnet der Ingenieur für eine bestimme, selbst gewählte Schnellauzahl, d.h. für eine gewünschte Rotordrehzahl Umfangsgeschwindiglkeit an der Flügelspitze (u, in m/s, Drehzahl/Durchmesser) und einer gewählten Windgeschwindigkeit (v, in m/s). Das Verhältnis dieser beiden Geschwindigkeiten nennt man die Auslegungs-Schnelllaufzahl LAMDA.
Auch zu dieser Vorlesung gibt es
Hier , das Vorlesungsmanuskript "Freifahrende Turbinen,Windenergie" , mit Stand von 1999.

Es existiert noch mein handgeschriebenes Manuskript zu dieser Vorlesung. Darin wird die Theorie der "Freifahrenden Turbine" nach Ulrich Hütter
noch einmal explizit abgeleitet. Erweitert habe ich diese Theorie durch die Adaption des Verlustfaktors, durch den Einfluss der endlichen Rotorblatt-Anzahl, für jede betrachtete Stützstelle am Rotorblatt.
Hier geht es zu meinem "historischen" Manuskript.

SQ-Vorlesung: "Geschichte der Windenergienutzung".


Nach meinem offiziellen Ausscheiden aus den Landesdiensten an der Universität Stuttgarter, wie schon erwähnt 2004, habe ich freiwillig weiterhin eine Wahlvorlesung angeboten. Die Fakultät erteilte mir dazu gerne einen immer wieder verlängerten Lehrauftrag, aktuell bis zum Sommersemester 2026.
Der Titel der Vorlesung wählte ich zu: "Geschichte der Windenergienutzung".
An der Universität Stuttgart gibt es die Einrichtung der Schlüsselqualifikation SQ. Das bedeutet, dass Hörende der Technischen Studiengänge, wie z.B. Maschinenbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Physik, Chemie usw., eine Vorlesung, wie ich immer sagte, aus den "schöngeistigen" Studiengängen, frei wählen sollten. Es wäre dies also eine Vorlesung z.B. aus den Fachbereichen Kunstgeschichte, Anglistik, Germanistik, Wirtschaftswissenschaften usw. Die "Schöngeistler" sollten im Gegensatz dazu eine Technische Vorlesung wählen, und das war beim Hören meiner Vorlesung "Geschichte der Windenergienutzung" gegeben. Eine SQ-Vorlesung ist an der UNI Stutgart für jeden Studierenden Pflicht, um den eigenen Studiengang endgültig zu bestehen, neben allen anderen vorgeschriebenen Studien-Leistungen.
Die SQ-Einrichtung wurde etabliert, dass ein studieren mit Scheuklappen, d.h. nur auf sein jeweiliges, individuelles Spezielgebiet beschränkt, etwas abgemildert wird. Ein bescheidener Einblick auf völlig ander Fachgebiete wird als Pflicht dadurch möglich.
Anfangs war das Erreichen eines Hörerscheines für die SQ-Vorlesung als Leistungsausweis ausreichend. Dies führte dazu, dass in den ersten Jahren nach 2004, mehr als 200 Hörende in meiner Vorlesung anwesend waren. Zu über 70 % waren dies weibliche Hörende.
Später ging ich dazu über eine persönliche Anwesenheits-Unterschrift im Hörsaal einzufordern um eine Mindestanzahl an Vorlesungsteilnahmen zu erreichen. Die Zahl der Hörenden ging nach dieser Maßnahme deutlich zurück, z.T auf unter 100. Später führte ich als Leistungsnachweis neben der Anwesenheit ein Aufgabenblatt ein. Der Inhalt war, 6 allgemeine Verständnisfragen zu meiner Vorlesung. Dieses Blatt mussste im Zeitraum von 4 Wochen nach Vorlesungsende abgegeben werden.
Ab Wintersemster 2015-16 stellte ich dabei fest, dass die abgegebenen Blätter größtenteils identisch, aus gleichlautenden (google-)Antworten bestanden. Ab Sommersemester 2016 verlangte ich dann nur noch einen 3-seitigen Reflexionsbericht mit der Antwort zu einer Frage: "Was nehmen Sie aus der Vorlesung für Ihren weiteren Berufsweg mit ins Leben?" So erhielt ich endlich eine individuelle Auskunft jedes einzelnen Hörenden zu meiner SQ-Vorlesung: "Geschichte der Windenergienutzung".
Die Einführung der gennnaten, ansteigend geforderten "Leistungsnachweise" führte letztlich dazu, dass die Hörerzahl zuletzt nur noch um die 20 Personen lag.
Ab und zu gesellten sich im Rahmen des "Studium Generale" noch Hörende im Rentnerstand zu meiner Vorlesung. Zum Teil waren dies Diplomingenieuer an deren früheren Ausbildung ich in den 70-er/80-er Jahrzehnten schon selbst mitgewirkt hatte. So wurde ich in der Vorlesung auch an mein eigens, hohes Alter erinnert.
Hier zum Inhalt meiner Vorlesung: "Geschichte der Windenergienutzung".
In einem Vorwort-Kapitel wird zunächst den Hintergrund beleuchtet: Warum Windenergie an der Universität Stuttgart, am Institut für Flugzeugbau, verbunden mit dem Namen Ulrich Hütter.
Die Entstehung des Windes als sekundäre Solarenergie, mit globaler Verteilung, bis hin zu örtlichen Angeboten, die Messmethoden, die Vorhersage usw., erfolgt im Kapitel 2.
Die Theorie der Windenergienutzung behandelt das Kapitel 3: Profilaerodynamik, Rotorströmungsverhältnisse, Leistungsberechnung, Betz-Limit usw.
Die Kapitel 4 - 7 stehen unter dem Begriff "Bildserien", angefangen in Ägypten, Persien, Mittelmeerraum, Niederlande, bis hin zu den Anlagen im Mittelater, 19. Jahrhundert und in der Neuzeit, mit Pilotanlagen von Ulrich Hütter, und bis hin zu den modernen Windfarmen in aller Welt.
Das Abschlusskapitel 8 gibt einen Ausblick über die energetische Zukunft der Menschheit. Meine liebe Frau Ute meinte dann immer, zum Semster-Abschluss gibst Du wieder Deine "Horrorvorlesung". Meine Informationen zur energetischen Zukunft der Menbschheit scheinen offensichtlich nicht sehr positiv aus. Ich kann ich es dabei nicht lassen, die politische Weltsituation regelmäßig mit einzuflechten.
Wind 1
Wind 2
Wind 3
Wind 4
Wind 5
Wind 6
Wind 7
Wind 8
Ich gehe davon aus, dass wenn Teile aus meinen umfangreichen Informationen von Internetnutzern verwendet werden, dass man fairerweise nicht vergisst, die Quelle und den Urheber der Informationen zu benennen.

Meine Facebook-Aktivitäten

Im modernen Leben, also jetzt auch im Ruhestand, gehört es einfach dazu in den sozialen Medien präsent zu sein.
1997 begann ich meine erste Internetseite ins Netz zu stellen, also eine eigene homepage zu gestalten.
http://www.heiner-doerner-windenergie.de/
Autodidaktisch erlernte ich dazu die Grundlagen der html-Programmiersprache und strickte meinen Auftritt quasi "mit der Hand am Arm" selbst.
Und so sieht mein Gerüst der Seite immer noch aus, was beim Benutzen, bei der Darstellung auf dem handy, einige Schwierigkeiten bereitet. Es gab damals noch keine flasch-Programme zur homepage-Erstellung. Absolute Individualität war gefragt. Den Inhalt meiner homepage adaptiere ich seit Jahren natülich immer auf einen aktuellen Stand.
Nach meinem 3. oder 4. handy-Modell ließ ich mich auch auf "facebook" registrieren. Dabei hatte ich die Hoffnung dieses Medium mit sachlichen, informierenden Beiträgen beeinflussen zu können. Natürlich war es dabei für mich selbstverständlich meine persönliche Identität offenzulegen. Dass dieses Medium imzwischen aber immer mehr zur besserwisserischen, ungeprüften, falschinformierenden, ja hasserfüllten und zumeist anonymen Plattform entartete, hält mich davon nicht ab, dort weiter klare, informative Beiträge zu posten.
In mir steckt immer noch der "junge" Mann von 1960 der glaubt die Welt verbessern zu können. Seine eigene Erziehung kann man einfach nicht verleugnen.
!Wer mich in Facebook erleben will kann meine Beiträge in Jahreszusammenstellungen, von 2019 - 2025 in Wort und Bild, hier nachleasen.
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Diese "Jahresbücher" geben u.a. meine Einstellung zur Weltpolitik wieder und informierten über meine Erlebnisse und Reisen
und berichten auch über familiäre Ereignisse.